Das Kung Fu und seine Gadgets

Immer wieder versuchen sich Historiker und Kung Fu Enthusiasten daran, die unglaublich vielfältigen chinesischen Kung Fu Stile zu sortieren, zu charakterisieren und einzuteilen. Einige teilen die Kung Fu Stile geografisch in nördliche und südliche Stile ein, weil diese in gewisserweise lokale Besonderheiten entwickelten. Andere teilen nach weichen und harten Stilen ein, je nachdem, ob man superbeweglich oder hart wie Stahl sein musste, um die Kung Fu Technik korrekt auszuführen.

Manche Stile waren jedoch irgendwo dazwischen. Sie waren flexibel und dennoch robust. Wie Rattan, ein feinporiges Holz, dass durch seine Struktur extrem biegsam und dennoch stabil ist. Durch seine Elastizität entwickelt er fast schon etwas peitschenartiges.

Um ohne diesen Stock in der Hand diese besondere Kraftqualität zu verstehen, zu entwickeln, und eine Technik so auszuführen, als wären wir selbst aus Rattan, trainieren wir gerne und oft mit diesem Kung Fu Gadget, in diesem Fall einem ungeschältem Stock Manau MOD.180.

Dadurch kann man verschiedene Sprüche und Überlieferungen, nach denen man eine Technik so ausführen soll, als sei man eine Feder,  besser nachvollziehen. Man erkennt, dass sie nicht einfach lustige, etwas realitätsfremde Sprüche darstellen, sondern aus einer Zeit stammen, in der Stäbe aus Rattan zum Alltag gehörten und man versucht hat die Eigenschaften dieses Holzes und seine Vorzüge in der Bewegungsqualität vieler Kung Fu Stile widerzuspiegeln.